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Politik

„Wir werden jeden Tag besser“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller über Probleme und Erfolge bei der Aufnahme von Flüchtlingen

BERLINER ZEITUNG / MARKUS WÄCHTER
von
Jan Thomsen
und
Regine Zylka
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Politik

Vor genau einem Jahr wurde Michael Müller per Mitgliederentscheid von der SPD zum Regierenden Bürgermeister nominiert, in elf Monaten ist Abgeordnetenhauswahl. Es zeichnet sich ab, dass die Zuwanderung von Tausenden Flüchtlingen nach Berlin das beherrschende Thema bleiben wird. Müller gibt zu, dass der Senat nicht rechtzeitig auf alles vorbereitet war. "Aber es wurde inzwischen viel geleistet", sagt er.

Herr Müller, zur Halbzeit sei mal die Sportlerfrage erlaubt: Wie fühlen Sie sich?

Gut! Ich fühle mich gut angekommen und auch gut angenommen. Ich bekomme sehr viele positive Reaktionen.

Ist das Regieren halbwegs so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Es ist ohnehin kein großer Bruch gewesen, denn ich war vorher über Jahre nah dran an Klaus Wowereit, war schon Senator, Bürgermeister. Am Tag der Wahl war meine erste Ministerpräsidentenkonferenz, am Tag nach der Wahl hatte ich die erste Sitzung im Flughafen-Aufsichtsrat. Da kommt man sehr schnell rein ins Geschäft.

Reagieren die Menschen anders auf Sie, seit Sie Senatschef sind?

Da gibt es schon einen großen Unterschied durch das Amt. Der Regierende Bürgermeister wird auf Veranstaltungen ganz anders wahrgenommen. Ich konnte selbst als Senator manchmal einfach als Gast dabeisitzen. Das geht nicht mehr. Ich habe immer eine aktive Rolle, halte drei oder vier Reden am Tag. Das fordert mich…

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20.10.2015