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„In Städten sind Autos Immobilien“

Der Chef des Carsharing-Betreibers Drive-Now, Nico Gabriel, über die Abschaffung des eigenen Fahrzeugs und das Umdenken der Kommunen

By Maximilian Schönherr (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons
von
Frank-Thomas Wenzel
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Er ist ein echter Pionier. Nico Gabriel war schon vor fünf Jahren an Bord, als BMW und Sixt Drive-Now ins Leben riefen. Eine Firma, die stationsunabhängiges Carsharing in mittlerweile neun Städten anbietet. Wer ihn nach einer Zwischenbilanz fragt, merkt, dass seine Begeisterung für das noch junge Mobilitätskonzept in den vergangenen Jahren weiter gewachsen ist. Gabriel hebt vor allem hervor, dass mit dem modernen Autos teilen, der Verkehr in den Städten entlastet und der öffentliche Nachverkehr gestärkt wird.

Herr Gabriel, Ihr Carsharing-Konzept mit Autos, die überall im Stadtgebiet verteilt sind, wird fünf Jahre alt. Können Sie sich noch an die Anfänge erinnern?

Wir sind mit Drive-Now im Juni 2011 in München gestartet. Damals gab es vor allem beim Thema Parken relativ viele Restriktionen. Die Fahrzeuge durften nicht in reinen Anwohnerparkzonen abgestellt werden. Unter anderem war auch der Hauptbahnhof ausgeschlossen. Und die Maximalzahl der Fahrzeuge war anfangs auf 300 beschränkt. Die Stadtverwaltung hatte offenbar Bedenken, mit Carsharern überflutet zu werden.

Ganz so schlimm wurde es dann nicht. Wie haben Sie den Leuten in der Stadtverwaltung die Angst genommen?

Die Stadt hat uns mit der Prämisse starten lassen, das Carsharing in München mit vierjähriger wissenschaftlicher Forschung zu begleiten. Wir haben der Stadt sehr viele unserer Daten zur Verfügung gestellt. Die Stadt hat…

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28.05.2016