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Politik

„Sozialarbeiter können mehr ausrichten als Kameras“

Innensenator Andreas Geisel über das Risiko weiterer Anschläge in Berlin, seine Beobachtungen auf dem nächtlichen Alexanderplatz, den Umgang mit schlecht bezahlten Polizisten und den möglichen Ausbau der Überwachung in der Stadt

Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
von
Frederik Bombosch
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Politik

Am 8. Dezember trat Andreas Geisel sein neues Amt als Innensenator an. Nicht einmal zwei Wochen später raste der Attentäter Anis Amri mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Es sollte der Beginn einer Attentatsserie sein, die sich am Donnerstag in Barcelona fortsetzte. Wir sprachen mit Andreas Geisel wenige Stunden vor dem Anschlag, die erste Frage in diesem Interview beantwortete er nachträglich.

Herr Geisel, nach Berlin, London und Stockholm wurde auch Barcelona zum Ziel eines Terroranschlags, bei dem Passanten mit einem Auto überfahren wurden. Wie können die Städte auf diese Bedrohung reagieren?

Zuerst möchte ich den Opfern und Angehörigen mein tiefes Beileid aussprechen. Die schrecklichen Bilder aus Barcelona wecken schlimme Erinnerungen. Berlin trauert mit Barcelona. Trotzdem bin ich für größtmögliche Unbeeindrucktheit. Die Terroristen wollen uns einschüchtern und dürfen damit keinen Erfolg haben. Natürlich haben wir unsere Sicherheitskonzepte überprüft und erweitert. Das war bei den Großveranstaltungen in diesem Jahr auch deutlich zu sehen. Aber glauben Sie nicht denjenigen, die hundertprozentige Sicherheit versprechen. Die gibt es nicht. Aber alle Berlinerinnen und Berliner sollen wissen, dass unsere Behörden wachsam sind, ihr bestmöglichstes tun und unsere Sicherheit in guten Händen liegt.

Welche Maßnahmen haben Sie nach dem Attentat am Breitscheidplatz ergriffen, um Berlin zu schützen?…

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19.08.2017