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Nur drei Atemzüge

Beim Wohnungsbrand droht vor allem Gefahr durch Rauch. Er kostet Menschen das Leben

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von
Mechthild Henneke
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"In der vergangenen Nacht verursachte eine Silvesterrakete einen Wohnungsbrand in Reinickendorf. Gegen 22.20 Uhr entdeckte der 42-jährige Wohnungsmieter das sich gerade entwickelnde Feuer und löschte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr die Flammen.“

Polizeimeldung vom 31. 12. 2016

Wenn Feuerwehrsprecher Sven Gerling so etwas liest, weiß er: Etwas ist schief gelaufen. "Brände in Wohnhäusern müssen nicht mit Rauchgasvergiftungen enden", sagt er . Um das zu unterstreichen, wedelt er mit einer bunten Karte mit zwei Comicstrips. Auf ihr informieren die Wohnungsbaugesellschaften der Stadt darüber, wie man sich richtig verhält, wenn ein Feuer im Haus lodert.

Knapp 7.200 Brände hat die Berliner Feuerwehr im Jahr 2015 gelöscht, 2016, schätzt Gerling, wird es etwa dieselbe Zahl sein. Die Ursachen: Kinderwagen im Eingangsbereich, eine Pfanne, die auf dem Herd in Brand gerät, ein Handtuch, das auf eine Mehrfachsteckdose fällt und beginnt zu kokeln, Kerzen, die einen Adventskranz in Brand setzen und, und, und. "Auch wer nicht raucht oder Kerzen anzündet, kann erleben, dass es zu Hause brennt", sagt er.

Doch natürlich sind Weihnachtsbäume, Kerzen auf dem Adventskranz oder zur Deko besondere Gefahrenquellen. Vor allem, weil sie für Kinder so anziehend sind. "Wann werden Kerzen angezündet?", fragt Gerling und es klingt ein bisschen streng. "Wenn Geburtstag und Weihnachten ist - dann gibt es Kerzen und Geschenke", antwortet er…

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07.01.2017