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„Mundgeruch hat fast nie mit dem Magen zu tun“

Zahnmediziner Andreas Filippi erklärt, was die wahren Ursachen von üblem Atem sind – und was dagegen hilft

David Pereiras/shutterstock.com
von
Frederik Jötten
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Schlechter Atem kann Folgen haben: Ehen zerbrechen, Arbeitsplätze gehen verloren. Solche Dramen hat der Mundhygieneexperte Andreas Filippi von der Universität Basel schon miterlebt. Denn als einer der wenigen Spezialisten für Mundgeruch, auch Halitosis genannt, behandelt er tagtäglich Patienten mit diesem Problem. Betroffene sollten nicht zögern, Expertenrat zu suchen. "Hilfe ist in den meisten Fällen möglich", sagt Filippi. Zur Vorbeugung empfiehlt er vor allem eine ordentliche Mundhygiene.

Herr Professor Filippi, wie viele Menschen haben Mundgeruch?

Etwa ein Viertel der Bevölkerung, wenn man die Menschen, die ständig Mundgeruch haben, zusammenrechnet mit denen, die nur gelegentlich betroffen sind.

Wie kann man sich selbst auf Mundgeruch testen?

Man liest zuweilen, dass man den eigenen Mundgeruch wahrnehmen könne, wenn man in die hohle Hand atmet, mit dem Esslöffel über die Zunge streicht und danach an diesem riecht oder wenn man an benutzter Zahnseide schnüffelt. Aber das ist alles Humbug, das funktioniert nicht.

Was sollte man stattdessen machen, wenn man befürchtet, Mundgeruch zu haben?

Am besten funktioniert das, was am schwierigsten umzusetzen ist – jemanden zu fragen, dem man vertraut. Alles andere ist unsicher und führt eventuell zu falschen Ergebnissen. Wenn man es professioneller haben will, sollte man eine Mundgeruch-…

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22.09.2015