Lesezeit 8 Min
Fernweh

Mörderische Stille

Eigentlich ist der Spreewald eine friedliche Gegend. Doch einmal im Jahr gibt es hier Tote – im Krimi

BERLINER ZEITUNG / PAULUS PONIZAK
von
Frank Junghänel
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Fernweh

Die Spree – Flussgeschichten (3)

In unserer Sommerserie folgen wir der Spree von der Quelle bis zur Mündung. Wir erzählen, wie der Fluss die Landschaft und die Menschen an seinen Ufern prägt und was er für Berlin bedeutet.

Teil 3: Der Spreewald – von sagenhafter Natur

LÜBBENAU. Von den Quellen der Spree bis zum Kahnhafen in Lübbenau sind es genau 205,7 Kilometer. Das sagt jedenfalls Ralf Buchholz, der an diesem Abend zwei Dutzend Passagiere durch die Fließe und Gräben des Spreewaldes stakt. Als Kahnfährmann kennt er sich aus, sogar bis hinters Komma. Wahrscheinlich lässt sich das mit Satelliten nachmessen. Aber eigentlich spielt es auch gar keine Rolle, woher er die Zahl hat. Er muss den Leuten was erzählen. Immerzu. Sie wollen Geschichten hören. Landschaft hin, Landschaft her, am Ende ist es die Ahnung einer guten Geschichte, die das Publikum in die Niederungen Brandenburgs lockt, in die Sümpfe, Blota, wie der Spreewald im Sorbischen genannt wird.

Die einen kommen, um hier ihre Geschichten von sagenhafter Natur ganz für sich zu erleben, andere sind dankbar für jede Unterhaltung. Sie haben bei Ralf Buchholz gebucht, der schon etwas heiser ist, obwohl die Saison jetzt erst richtig beginnt. Als sich sein Kahn hinter Lübbenau einem…

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29.07.2015