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Man nehme: Ein Kochbuch

Was kochen wir heute? Und nach welchem Rezept? Kochbücher gibt es reichlich. Und sie machen angeblich schon beim Lesen glücklich. Die Redaktion empfiehlt neue Werke – eigenhändig getestet

Alexander Raths /shutterstock.com
von
Carmen Böker
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Vom Metzger Brüste und Schenkel der Tauben auslösen lassen ... In einem großen gusseisernen Topf Entenfett erhitzen ..." Rezepte wie dieses, entnommen dem neuen Werk "Inside Chef's Fridges", lesen sich wie Gedichte. Sie sind Betrachtungen entrückter Genüsse, die dem Schwelgen keinesfalls prosaische Taten folgen lassen müssen, sondern, unterstützt von entsprechend ästhetischen Fotografien, als Sprachbilder im Kopf bleiben. Was nicht nur damit zu tun hat, dass man sich Ringeltaube mit Foie gras und Trüffelsauce wohl ohnehin für die sehr feierlichen Anlässe im Leben aufhebt. Nein, es liegt vor allem daran, dass hierzulande ziemlich wenig gekocht, dafür aber umso mehr geblättert wird. Logisch ist das ja zunächst einmal nicht.

Der Kochbuch-Absatz brummt, unangefochten. Zumal um diese Zeit des Jahres, in der Bücher zum wohlgefälligen Schmökern als Geschenk avisiert sind und über die Frage der Familienbeköstigung zu Weihnachten nachgedacht wird. Der Umsatzzuwachs im Fachbereich Essen & Trinken lag im vergangenen Jahr bei 16,6 Prozent, der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge. Auch für 2015 werden wieder Steigerungen im zweistelligen Bereich erwartet. Auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte sich der kulinarische Bereich diesen Herbst als "Gourmet Gallery" auf 1 000 Quadratmetern und mit 80 Ausstellern, doppelt so vielen wie 2014. Vom rustikalen Brotbacken – das Teigkneten kann nach grimmigen Bürotagen herrlich friedlich stimmen – bis zur veganen…

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28.11.2015