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Geschichte

Kein Abraham, kein Moses, kein Exodus und keine Zehn Gebote

Ob etwas Geschichte oder eine Geschichte ist, ist, wenn es sich um die Bibel handelt, nicht mehr einfach eine Frage der Philologie

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von
Arno Widmann
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Geschichte

Der evangelische Theologe Notger Slenczka, Inhaber des Dogmatik-Lehrstuhls an der Berliner Humboldt-Universität, fordert, die Bücher des Alten Testaments nicht länger als Teil des christlichen Kanons zu betrachten. In seinem im Internet zugänglichen Aufsatz "Die Kirche und das Alte Testament" schreibt er: "Wenn jemand ernsthaft die Texte des Alten Testamentes in ihrer Gänze liest und überschaut, wird er oder sie sich nur in engen Grenzen dazu imstande sehen, sie als Ausdruck des Gottesverhältnisses zu lesen und zu verstehen, das sein christlich-religiöses Bewusstsein ausspricht, und das er in den Texten des Neuen Testamentes wiedererkennen und begründet sehen kann." Wir fragen Gerd Lüdemann, den langjährigen Göttinger Professor für Neues Testament, einen radikalen Zweifler an der Authentizität der Texte des Neuen Testaments, nach seiner Einschätzung des Alten Testaments. Lüdemanns 2006 erstmals erschienenes Buch "Altes Testament und christliche Kirche - Versuch der Aufklärung" (Verlag zu Klampen) erschien vergangenes Jahr in einer zweiten Auflage.

Das Alte Testament, so lernte ich im Konfirmationsunterricht, weist auf die Botschaft des Neuen Testaments hin. Darum gehört das Alte Testament zur christlichen Bibel und spielt auch im Gottesdienst eine wichtige Rolle.

Der Gebrauch des Alten Testaments durch das Neue Testament ist historisch widerlegt, denn die alttestamentlichen Verfasser hatten an keiner Stelle die Personen und…

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09.05.2015