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Technik

„Je vernetzter, umso verwirrter die Menschen“

Ob Waschmaschine oder Auto: Die Manager Hallstrup und Krapf plädieren für gutes Design, um den Menschen die Nutzung neuer Technik zu erleichtern

BERLINER ZEITUNG / PAULUS PONIZAK
von
Frank-Thomas Wenzel
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Technik

Mikal Hallstrup und Eric Krapf zeigen Verständnis für Menschen, die sich von der neuen Welt der digitalen Kommunikation überfordert fühlen. Vieles von dem, was Nutzern an Computer-Programmen und Internet-Anwendungen zugemutet werde, sei nicht für Menschen gemacht. Die Manager des großen indischen IT-Dienstleisters Wipro fordern ein radikales Umdenken in Unternehmen, damit die Nutzung von Diensten zu positiven Erlebnissen wird. Zur neuen Welt der Kommunikation gehört auch, dass das Interview eine Telefonkonferenz mit Hallstrup in Kopenhagen, Krapf in Zürich und dem Fragensteller in Frankfurt am Main war.

Herr Hallstrup, Herr Krapf, viele Computerlaien schrecken zurück, wenn sie Vokabeln wie Cloud Computing, Big Data oder künstliche Intelligenz hören. Überfordern die Computer inzwischen die Menschen?

HALLSTRUP: Gute Frage. Die intelligente Zukunft wird geprägt sein durch das Vernetzen von Dingen. Und je vernetzter etwas wird, umso verwirrter werden die Menschen. Wir erschließen immer stärker unsere Wirklichkeit über technische Geräte. Und das gibt uns schon fast die moralische Pflicht, diese Geräte sehr sorgfältig zu gestalten.

KRAPF: Es darf für den Nutzer nicht komplizierter werden. Die Technologie selbst muss gewissermaßen verschwinden und im Hintergrund ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen. Niemand muss wissen, wie Cloud Computing im Detail funktioniert. Wir müssen als Autofahrer…

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29.10.2016