Lesezeit 5 Min
Wirtschaft

Im Sinkflug

In die türkische Touristenmetropole Antalya kommen viel weniger Urlauber als früher. Vor allem die Zahl russischer Gäste sinkt

Anton_Ivanov / Shutterstock.com
von
Frank Nordhausen
Lesezeit 5 Min
Wirtschaft

ANTALYA. Die Boulevards sind geputzt, die Strände gereinigt, Blumenrabatten gepflanzt. Zum G20-Treffen der Weltführer am vergangenen Sonntag hatte sich Antalya schön gemacht. Das Gipfeltreffen war für die Wirtschaft der türkischen Touristenmetropole sehr wichtig, hat es doch die Bilanzen der Hotels noch einmal ein bisschen aufgebessert. Denn die beliebte Ferienregion hat in diesem Jahr einen massiven Urlauberschwund zu beklagen.

"Wir bekommen hier die Konflikte der gesamten Region zu spüren, von der Ukraine über Russland bis nach Syrien", sagt der für die Gäste zuständige Manager Korhan Mengüs im Sealife Family Resort Hotel, einem Traditionshaus mit 240 Zimmern direkt an der Mittelmeerpromenade, das mit vier Swimmingpools und einer mehrfach ausgezeichneten Küche glänzt. "Hinzu kommt die ökonomische Krise in der Türkei."

Das Sealife Family Resort Hotel hat türkische Eigentümer und ist das zweitgrößte Gästehaus am Konyaalti-Strand im Süden Antalyas. Es profitierte wie die benachbarten Hotels von den Sicherheitsmaßnahmen vor dem Gipfel. 450 Polizisten wurden allein hier für zehn Tage einquartiert, berichtet Korhan Mengüs, studierter Touristiker, geborener Berliner. Der 33-Jährige mit dem zum Pferdeschwanz gebundenen Haar hat vor Kurzem noch wie die meisten Menschen in der 2,2-Millionen-Einwohner-Metropole geglaubt, dass Antalya nicht nur mit viel Sonnenschein, sondern auch einem stetig wachsenden Fremdenverkehr gesegnet sei. Tatsächlich ist die Region mit…

Jetzt weiterlesen für 0,40 €
20.11.2015