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„Ich hatte zwei Heureka-Momente“

Die Neu-Berlinerin Emmanuelle Charpentier über die Entdeckung der Crispr-Methode zur DNA-Veränderung und ihre weiteren Pläne

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von
Anne Brüning
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Gäbe es in der Wissenschaft Charts der größten Forschungs-Hits, dann wäre Emmanuelle Charpentier wohl an der Spitze. Die französische Mikrobiologin entdeckte vor vier Jahren eine Methode, die Forscher in aller Welt elektrisiert: das Crispr-Cas9-Verfahren, mit dem sich das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen präzise verändern lässt. Es hat sich wie ein Lauffeuer in den Laboren verbreitet. Das US-Magazin Time zählt Charpentier aktuell zu den hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Die 46-Jährige wird bereits als Nobelpreiskandidatin genannt. Nun wechselt sie zum 1. Oktober nach Berlin – ans Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (MPIIB) in Mitte. Ein Glücksfall für den hiesigen Wissenschaftsstandort.

Frau Professor Charpentier, Sie hatten gewiss etliche gute Angebote. Berlin hat das Rennen gemacht. Was reizte Sie an dem Posten?

Um Spitzenforschung betreiben zu können, müssen alle Rahmenbedingungen stimmen. Ich habe mich unter verschiedenen Angeboten für das MPIIB in Berlin entschieden. Die Direktorenstelle bietet mir hervorragende Bedingungen, mein Forschungsprogramm hier in Deutschland fortsetzen zu können. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen in Berlin.

Max-Planck-Institute gelten als kleines Paradies für Forscher, weil sie so viel Freiheit bieten. War das ein wesentlicher Beweggrund für Sie?

Diese Freiheit ist…

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01.10.2015