Lesezeit 7 Min
Politik

„Ich bin ein Problemlöser“

Neuköllns neuer Bürgermeister Martin Hikel über Probleme mit dem Müll, der Kriminalität und über die Liebe zum Bezirk

BERLINER ZEITUNG / PAULUS PONIZAK
von
Julia Haak
Lesezeit 7 Min
Politik

Am Mittwoch wurde Martin Hikel zum Bürgermeister von Neukölln gewählt. Außerhalb des Bezirks kennt ihn bisher kaum jemand. Ist er eine neue Franziska Giffey? Ein Typ wie Heinz Buschkowsky? Wir treffen Hikel in seinem neuen Büro. Gerade sind Handwerker vor Ort, schrauben ein Namensschild an die Tür und messen, ob ihr neuer Chef überhaupt durchpasst. Denn er ist 2,08 Meter groß.

Herr Hikel, wie hat Ihr erster Tag als Bürgermeister begonnen?

Der Wecker klingelte um 6.45 Uhr. Das ist eine Stunde später als ich sonst aufstehen musste, um rechtzeitig zum Unterricht in die John-F.-Kennedy-Schule zu kommen. Dann war nur noch frisch machen, etwas essen und schon bin ich hier für die ersten Interviews.

Wir wollen wissen, wer Sie sind.

Das kann ich verstehen.

Warum wollten Sie Bürgermeister werden? Sie sind erst seit zwei Jahren Lehrer. War Ihnen in der Schule schon langweilig?

Mit Referendariat sind es vier Jahre gewesen. Langweilig war es überhaupt nicht. Ich bin Lehrer geworden, weil ich gestalten wollte. Jeder Schüler kann von mindestens einem Lehrer berichten, der ihn sehr geprägt und begeistert hat. Ich wollte so ein Lehrer sein. Mit dem gleichen Ziel, zu gestalten und etwas zu bewegen, habe ich mich dann seit 2005 in der SPD engagiert . Das ist über ein Drittel meines Lebens. Es geht mir immer um die Frage, wie kann ich etwas umsetzen, wie kann ich konkret das…

Jetzt weiterlesen für 0,43 €
23.03.2018