Lesezeit 6 Min
Wissen

Heimtückisches Virus

Vogelgrippe - Die Epidemie breitet sich in Deutschland aus. Es gibt bereits Hunderte tote Tiere. Berlin ist ebenfalls betroffen. Zuchtbetriebe sind nun zu Schutzmaßnahmen verpflichtet. Auch für die Bevölkerung gelten Sicherheitsvorschriften.

Bukhanovskyy / shutterstock.com
von
Claudia Fuchs
Lesezeit 6 Min
Wissen

Die Vogelgrippe, oder genauer: die Geflügelpest, die am 9. November in Deutschland amtlich bestätigt wurde, breitet sich immer schneller aus. Beides sind Grippeerkrankugne mit unterschiedlichen Virus-Stämmen. Bis Montagmittag gab es in elf Bundesländern bestätigte Fälle des Typs H5N8, auch in Berlin. Laut Bundesagrarministerium wurden 226 Todesfälle bei Wildvögeln gemeldet, bei Hausgeflügel waren es sieben. Eine Eilverordnung des Ministeriums verpflichtet nun auch kleinere Geflügelzucht-Betriebe zu Schutzvorkehrungen. Tierhalter müssen Schutzkleidung tragen sowie Hände und Stiefel vor Betreten der Ställe desinfizieren. Bereits Tage zuvor waren Deutschlands Geflügelhalter aufgefordert worden, ihre Tiere in Ställen unterzubringen oder unter einer Schutzvorrichtung. Oberstes Ziel ist es, den Kontakt zwischen Wild- und Zuchtgeflügel zu unterbinden. Das Virus wird vornehmlich über Kot oder Speichel übertragen. "Die Geflügelpest breitet sich rasanter aus als die Vogelgrippe im Jahr 2006", sagt Kristin Schalkowsky, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts. In dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems in Mecklenburg-Vorpommern wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Proben verendeter Tiere untersucht. Die Ausbreitung geschehe mit sehr großer Dynamik, heißt es in einer Risikoanalyse. Laut Sprecherin Schalkowsky sei vor zehn Jahren das mediale Interesse am Thema größer gewesen. "Die Fotos damals von den vielen toten Schwänen waren sehr bildgewaltig…

Jetzt weiterlesen für 0,42 €
22.11.2016