Lesezeit 8 Min
Wirtschaft

„Ein so großes Projekt wird es vermutlich nicht mehr geben“

Ab Sonntag dauert die Zugfahrt Berlin–München nur noch vier Stunden. DB-Vorstand Pofalla erklärt, warum das Vorhaben wichtig ist

stux / pixabay.com
von
Peter Neumann
Lesezeit 8 Min
Wirtschaft

Nicht mehr lange, dann ist es so weit: Auf der neuen Schnellstrecke in der Mitte Deutschlands beginnt der Betrieb. Am Freitag wird gefeiert - unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Am Sonntag fahren erstmals Züge in knapp vier Stunden von Berlin nach München. Sind solche Großprojekte noch zeitgemäß? Ronald Pofalla, einst CDU-Politiker und nun Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn (DB), zieht eine Bilanz.

Herr Pofalla, waren Sie schon mal auf der Neubaustrecke unterwegs?

Auf der Strecke in Thüringen und Franken, die nun eröffnet wird, bislang noch nicht. Doch bei der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Halle und Erfurt, die daran anschließt, war ich vor zwei Jahren dabei.

Haben Sie überhaupt etwas von der Landschaft gesehen? Meist versperren ja Lärmschutzwände den Blick.

Das Bedürfnis, ständig aus dem Fenster zu schauen, habe ich nicht so sehr. Ich fahre seit 30 Jahren regelmäßig Bahn und nutze die Zeit, um zu arbeiten, Bücher zu lesen, manchmal auch, um über WLAN einen Film anzuschauen - oder ich schlafe ein wenig.

Wenn Sie Zug fahren: Werden Sie da nicht angesprochen?

Ja, das kommt vor, weil ich erkannt werde. Manchmal wollen meine Gesprächspartner mit mir diskutieren, und dabei gibt es verschiedentlich auch Kritik an der Bahn. Doch damit habe ich keine Probleme, im Gegenteil. Ich bekomme so ein klares Bild, wo unsere Kunden…

Jetzt weiterlesen für 0,45 €
04.12.2017