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Gesellschaft

„Diese Probleme lösen wir gemeinsam!“

Keine Chance dem Hass: Til Schweiger hat eine Stiftung gegründet, um Flüchtlingen zu helfen

Denis Makarenko / Shutterstock.com
von
Anke Westphal
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Gesellschaft

Seit sich Til Schweiger für Flüchtlinge engagiert, wird er in den sozialen Medien mit Hasstiraden überzogen. Aber auch seitens der Presse sieht er sich Angriffen ausgesetzt. Warum sich der prominenteste deutsche Schauspieler, Regisseur und Produzent für Schutzsuchende und Asylbewerber einsetzt und was er künftig vorhat, erklärt er im Gespräch in seinem Haus in Hamburg.

Herr Schweiger, Sie müssen derzeit auf alles gefasst sein, wenn man sich Ihre Facebook-Seite ansieht. Wegen Ihres Engagements schlägt Ihnen da Teils der blanke Hass entgegen. Wie gehen Sie damit um?

Ich war nicht unvorbereitet, was den Hass angeht. Solange man in den sozialen Medien etwas Nettes und Lustiges postet, ist alles fein. Wenn man aber politisch wird, sieht das sofort anders aus. Das war schon so, als wir seinerzeit Geld gesammelt haben für die Angehörigen des ersten Soldaten vom KSK, der in Afghanistan gefallen war. Darum hatten mich seine Kameraden gebeten. Da wurde ich dann als "Kriegstreiber" beschimpft und der tote Soldat als jemand, der es ja nicht besser verdient hätte. Es gab einen Farbanschlag auf mein Haus; das Auto von meiner Freundin wurde abgefackelt. Das taten Leute, die sich für links halten – Fanatismus ist ja kein Privileg von Rechtsradikalen. - Dabei war der tote Soldat ein Mensch, der Familie hatte wie jeder andere auch; sein Tod löste Trauer aus. Manchen Leuten – und im Internet sind das viele – fehlt einfach völlig die Empathie.…

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22.08.2015