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Die Snack-Falle

Der Magen knurrt, die Zeit ist knapp, ein Happen zwischendurch muss her. Möhrenstifte oder Schokoriegel? Gesund, süß oder salzig? Jeder trifft seine Wahl. Und so erzählt jeder Imbiss auch eine kleine Geschichte über seinen Esser.

Halfpoint / shutterstock.com
von
Anne Brüning
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Egal, wohin sich der Stadtbewohner begibt: Um die Ecke findet sich fast immer etwas zu essen. Döner und Bratwurst am Imbissstand, Streuselschnecken und belegte Brötchen beim Bäcker, Schokoriegel und Salznüsse am Kiosk. Das ist praktisch, weil man seinen Tag ernährungstechnisch nicht weiter planen muss, wenn man sich morgens auf den Weg zur Arbeit macht.

Ernährungswissenschaftler sehen solch ein Verhalten aber nicht gern. "Wer stets darauf setzt, sich spontan etwas zu essen zu holen, der tut sich selbst keinen Gefallen", sagt Christiana Gerbracht vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Denn die schnellen Snacks seien meist zu fett und zu kalorienreich, enthielten aber nur wenig Vitamine, Mineralstoffe & Co.

Die Rechnung ist einfach: Frauen brauchen im Schnitt 2 000 Kilokalorien (kcal) am Tag, Männer 2 500. In dieser Tagesration sollten alle Nährstoffe enthalten sein, die der Mensch braucht. Um das zu schaffen, sind zum Beispiel fünf Portionen Gemüse und Obst erforderlich, Milch oder Milchprodukte, und man sollte Vollkornprodukte bevorzugen.

Dann bleibt noch Spiel für eine kleine Extraportion wie ein Eis oder ein Muffin. "Als Extra zählen aber auch drei Löffel Zucker im Kaffee oder ein Glas Wein am Abend", sagt Gerbracht. Wer sich also nachmittags ein Stück Kuchen gönnt - okay, "Dann sollte man aber auf das Glas Wein am Abend verzichten", sagt sie.

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03.08.2015