Lesezeit 7 Min
Wissen

Die Medizin sieht rot

Drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig Blut, trotzdem wird es immer knapper. Forscher entwickeln Ersatz im Labor

sabinurce / pixabay.com
von
Anke Brodmerkel
Lesezeit 7 Min
Wissen

Bis jetzt, sagt Alexandra Matschke, sei sie immer mit einem blauen Auge davongekommen. Doch die gebürtige Berlinerin ist passionierte Radfahrerin. "Und ich weiß, was da alles passieren kann", sagt sie. Ihr Wissen ist einer der Gründe, weshalb die 39-Jährige seit mehr als zwanzig Jahren regelmäßig Blut spendet.

"Tag für Tag sind so viele Menschen auf Blutkonserven angewiesen", sagt Matschke. Allein in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein, die durch den Blutspendedienst Nord-Ost des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit Spenderblut versorgt werden, sind täglich rund 1 900 Blutkonserven erforderlich. Das sind 950 Liter Blut. "Mir tut die Spende nicht weh", sagt Matschke. "Also helfe ich, weil ich helfen kann."

Für ihr Engagement soll Matschke am heutigen 14. Juni, dem Internationalen Weltblutspendertag, gemeinsam mit 64 weiteren Spendern vom DRK bei einer Feier in Berlin geehrt werden. Mit dem Aktionstag wollen die DRK-Blutspendedienste bundesweit auf die Bedeutung der Blutspende und auf das Engagement der Spender aufmerksam machen.

Auch Jens und Burkhard Kunkel aus Schwerin werden bei der Berliner Veranstaltung dabei sein. Bei einem schweren Motorradunfall im Jahr 2006 riss dem damals 24-jährigen Jens Kunkel unter anderem die Beckenarterie. Schwere Blutverluste waren die Folge. Mithilfe von 45 Transfusionen konnten die Ärzte sein Leben retten - ohne die Blutspenden wäre Kunkel heute nicht mehr am Leben. "…

Jetzt weiterlesen für 0,43 €
14.06.2017