Lesezeit 7 Min
Wirtschaft

„Die Berliner Zukunft hat nicht nur mit Beton und Steinen zu tun“

Der frühere Stadtentwicklungssenator Volker Hassemer über die Planungen für den Flughafen Tempelhof und den Umgang mit den Wünschen der Bürger

BERLINER ZEITUNG / GERD ENGELSMANN
von
Ulrich Paul
Lesezeit 7 Min
Wirtschaft

Die Debatte über die Neugestaltung des Flughafenareals in Tempelhof ist in vollem Gang. Was soll mit dem Flugfeld geschehen, nachdem die Bebauung abgelehnt wurde? Wie kann das Gebäude genutzt werden? Der frühere Stadtentwicklungssenator Volker Hassemer rät zu Geduld. Und er empfiehlt der Politik, die Bürger ernsthaft in den Gestaltungsprozess einzubeziehen.

In Tempelhof gibt es einen Zehn-Jahres-Vertrag mit der Modemesse Bread & Butter, die die Hangars und Haupthalle zweimal im Jahr nutzen kann. Das war eine Notlösung, die aber leider dazu geführt hat, dass andere dauerhafte Nutzungen nicht möglich sind. Was soll dort passieren?

Wir tun uns schwer mit dieser Notlösung, weil sie vieles blockiert. Die Strategie sollte jetzt sein, dass sich der Senat in einer Zeit, in der das Feld gewissermaßen durch die Bürger bestellt wird, auf die Entwicklung des Gebäudes konzentriert. Das Gebäude ist großartig und geradezu furchtbar groß. Es hat ein enormes Potenzial. Wenn schon die alten Gewerbehöfe in Berlin als wunderbare Plätze für neue Entwicklungen entdeckt werden, dann gehört dieses Gebäude erst Recht dazu. Dort ist Platz für eine touristische Nutzung bis zur Ansiedlung von Unternehmen. In zehn Jahren werden wir das Ganze sicher in neuer Klugheit sehen.

Die Geschichte hat in Tempelhof einen besonderen Platz, weil der Flughafen zentraler Ort der Luftbrücke war. Wieweit wird die Geschichte in Zukunft eine Rolle…

Jetzt weiterlesen für 0,43 €
15.08.2015