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Wirtschaft

Das Ziel heißt: 105 Millionen Euro

Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses soll mit Spenden gelingen. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Strategie

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von
Ulrich Paul
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Mal wirbt er im Seniorenheim um Spenden, mal in Rotary- und Lions-Clubs - Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss, ist angetrieben von einem Ziel: Er will 105 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses sammeln. Eine ausgeklügelte Strategie hilft ihm dabei.

"Wir liegen jetzt bei annähernd 67 Millionen Euro", sagt der 74-Jährige. "Etwas mehr als 38 Millionen fehlen noch." Wenn in den nächsten drei Jahren bis zur Fertigstellung des Schlosses so viel gespendet werde wie im vergangenen Jahr, sei der nötige Betrag zusammen. Im vergangenen Jahr seien rund 13 Millionen Euro in die Kasse gekommen.

Von Boddien hat seine Spendenkampagne so aufgebaut, dass er seinen Unterstützern nicht nur Geld abknöpft, sondern ihnen zugleich etwas gibt. Er lässt sie Schlossbausteine und Schmuckelemente "kaufen". In einem Spendenkatalog können sich die Interessenten aussuchen, für welches Bauteil in der Fassade sie Geld geben möchten. 250 Euro "kostet" ein einfacher Schlossbaustein, 1 450 Euro eine Säule in der Dachbalustrade, 19 900 Euro eine Fensterumrahmung mit einer Lorbeergirlande. Schon ab 50 Euro ist ein Teilbaustein zu bekommen.

Individuelle Ehrung

"Damit können sich die Spender mit ihrem Baustein für immer identifizieren", sagt von Boddien. Wer Geld für ein bestimmtes Stück der Fassade spendet, dem wird genau dieses Teil gewidmet - in einem speziellen Stifterbrief, der wie eine Urkunde aussieht.…

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18.01.2017