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Politik

„Berlin ist eine Kopie von Kleve“

Ministerin Barbara Hendricks über die Schönheit der Hauptstadt, die Fehler beim Bauen und ihren ersten Besuch im KaDeWe

BERLINER ZEITUNG / MARKUS WÄCHTER
von
Daniela Vates
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Politik

Wer zu Barbara Hendricks ins Büro will, muss gewissermaßen durch die Mauer schlüpfen - das Bundesbauministerium ist genau an der ehemaligen Grenze gebaut, direkt um die Ecke vom Potsdamer Platz. Ein Stück der Mauer steht im Gebäude an der Originalstelle. Hendricks sitzt einige Stockwerke darüber, ihr Blick geht nach Westen. Im Regal erinnert eine Nashorn-Paten-Urkunde daran, was sie auch noch ist: Umweltministerin.

Frau Hendricks, Sie blicken von Ihrem Schreibtisch auf ein Bild des Brandenburger Tors mit dem Schild: Sie verlassen die Sektorengrenze West. Ist es das, was Sie mit Berlin zentral verbinden?

Eigentlich nicht so sehr. Natürlich ist das Brandenburger Tor als Symbol wichtig für uns alle und für Touristen der größte Anziehungspunkt. Aber für mich ist es nicht das zentrale Stück Berlin. Ich bin sowieso weniger an einzelnen Bauwerken interessiert als an Ensembles, an Straßenzügen, dem Zusammenwirken von Freiflächen und Gebäuden.

Also gut. Was ist denn Ihr Lieblingsensemble?

Unter den Linden mag ich schon sehr - und hoffe wirklich, dass mal irgendwann die Baustelle da weg ist, damit man da wieder schön flanieren kann. Ich liebe alles, was grün ist in Berlin. Am Prenzlauer Berg, wo ich lebe, mag ich den Kollwitzplatz sehr. Und im Westen die Gegend um das Schloss Charlottenburg.

Sie kommen aus dem nordrhein-westfälischen Kleve. Was vermitteln Sie den…

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06.10.2015