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Politik

Berlin – Heimat der Präsidenten

Bald residiert Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Wohnen aber wird er weiterhin im ruhigen Südwesten der Stadt. Wie Joachim Gauck auch. Ein Spaziergang auf den Spuren deutscher Staatsoberhäupter

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von
Holger Schmale
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BERLIN Langsam löst sich die heitere Versammlung im Paul-Löbe-Haus neben dem Reichstagsgebäude auf an diesem Sonntagnachmittag. Die Wahl des neuen Bundespräsidenten ist absolviert, ein, zwei Gläser Sekt auf dem anschließenden Empfang sind getrunken, die Lage des Landes im Allgemeinen und der Berliner Politikgesellschaft in diesem Wahljahr im Besonderen ist erörtert. Das Fest der Demokratie, wie es der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann recht pathetisch genannt hat, klingt aus.

Joachim Gauck und Daniela Schadt, Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender, das alte und das neue Präsidentenpaar, können jetzt vielleicht ein wenig vom hellgrauen Nachmittag an der frischen Luft genießen, durchatmen nach diesem Staatsakt. Das politische Zentrum der Hauptstadt ist hier, im Regierungsviertel um Bundestag und das Kanzleramt. Auch das Schloss Bellevue ist nicht weit, wo Steinmeier in wenigen Wochen seine neue Arbeit aufnehmen wird. Aber das persönliche Zentrum der Staatsoberhäupter, ihr Lebensumfeld, liegt im Südwesten der Stadt, in Dahlem und Zehlendorf. Da lassen sich die Spuren jener Männer und ihrer Familien finden, die das Land seit 1994 von Berlin aus repräsentieren.

Frank-Walter Steinmeier und seine Frau könnten jetzt einfach nach Hause fahren, nach Zehlendorf. Steinmeier ist wie Joachim Gauck ein Präsident, der nach der Wahl nicht erst in die Hauptstadt umziehen und sich neu orientieren muss, was manchen gar nicht so leicht…

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13.02.2017