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„Wir zingeln die Bombe ein“

Sprengmeister beim Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern

BS / MARCO FELDMANN
von
Marco Feldmann
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Wenn irgendwo im Müritzkreis eine Bombe oder Granate gefunden wird, muss er ran: Fred Tribanek, Fachtechnische Aufsichtsperson beim Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern. Auch wenn in Neustrelitz, Neubrandenburg oder Waren an der Müritz der Verdacht auf eine "Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" (USBV), versteckt etwa in einem Rucksack, besteht, rücken Tribanek und seine Kollegen aus.

Insgesamt hat die dortige Außenstelle des Munitionsbergungsdienstes, deren Leiter Tribanek ist, acht Mitarbeiter. Vier von ihnen sind Fachtechnische Aufsichtspersonen mit der Befähigung zum Sprengen von Munition, bei den übrigen handelt es sich um Munitionsfacharbeiter. Jede der vier Mirower Fachtechnischen Aufsichtspersonen, die landläufig auch als Sprengmeister bezeichnet werden, hat eine Woche lang Rufbereitschaft. Diese erstreckt sich montags bis donnerstags vom offiziellen Dienstende um 15:30 Uhr jeweils bis zum nächsten Morgen um 6:30 Uhr. Am Wochenende dauert sie von Freitag 12:30 Uhr bis Montag 6:30 Uhr. Nach einem Monat übernehmen dann die Kollegen auf Usedom für drei Wochen den Bereitschaftsdienst.

120 Soforteinsätze

Allgemein verfügt der Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommerns über vier Standorte. Diese befinden sich, neben Mirow und der Insel Usedom, in Jessenitz und der Landeshauptstadt Schwerin. Dort findet eine weitere Rufbereitschaft statt und in diesem Hauptbüro werden auch…

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Nr. 1/2016