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Wenn es einmal an der Leine zieht ...

Berliner Feuerwehrtaucher sichern sich gegenseitig ab

BS/DETLEF MACHMÜLLER
von
Marco Feldmann
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“Wir wägen bei jedem Einsatz ab, ob tatsächlich noch jemand zu retten ist. Ist das der Fall, schicke ich auch zwei Taucher gleichzeitig ins Wasser.” So beschreibt Bernd Barabasz, Tauchgruppenführer bei der Berliner Feuerwehr, ein typisches Einsatzgeschehen. Eines ist dem gebürtigen Hauptstädter dabei aber besonders wichtig: “Die Eigensicherung der Kräfte hat in allen Situationen absoluten Vorrang.”

Schließlich hänge davon die Einsatzbewältigung ab. Denn: Für jeden Einsatztaucher brauche er zusätzlich einen Sicherheitstaucher. Dieser sichere einerseits seinen Kollegen. Andererseits müsse er jederzeit in der Lage sein, ihn im Falle eines Ohnmachtsanfalls oder einer anderweitigen körperlichen Beeinträchtigung zu bergen und zu ersetzen, so der gebürtige Spandauer Barabasz. Aus diesem Grunde zögen sich auf der Anfahrt zum Einsatzort auch grundsätzlich zwei Alarmtaucher um. Dies geschehe im Gerätewagen Wasserrettung, der zu jeder Tages- und Nachtzeit und ganzjährig neben den beiden Tauchern jeweils mit einem Maschinisten und einem Fahrzeugführer besetzt ist. Im Gegensatz zu den Tauchern der Polizei hat die Berliner Feuerwehr ihre Unterwasserspezialisten übrigens an einem Ort zusammengezogen. Diese Stationierung im Ortsteil Siemensstadt hat den Vorteil, dass die Kollegen bei einer Alarmierung nicht erst aus verschiedenen Dienststellen herbeieilen müssen.

Auch in kontaminierter Umgebung unterwegs

Schließlich haben sie einiges zu…

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Nr. 2/2017