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Gesellschaft

Vom Ankommen zur Integration

Kommunaler Flüchtlings- und Integrationskongress in Neuss

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von
Lora Köstler-Messaoudi
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Gesellschaft

Die großen Flüchtlingsströme sind abgeebbt und die meisten Geflüchteten in Kommunen untergebracht. Doch damit stehen die Städte und Gemeinden in Deutschland vor einer neuen Herausforderung: der Integration der neuen Mitbürger in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt. Im Dezember letzten Jahres kamen deshalb Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur in Neuss auf dem Kommunalen Flüchtlings- und Integrationskongress zusammen, um u.a. über die aktuellen Herausforderungen bei der Integration und Flüchtlingsmanagement in der kommunalen Praxis zu diskutieren.

Integrationspolitik in Deutschland sei nicht mehr das, was sie noch vor ein paar Jahren gewesen sei, hier habe sich viel verändert, erläuterte Thorsten Klute, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, in Neuss. So sei das Thema Asyl mittlerweile zu einem Integrationsthema geworden. “Vor zwei bis drei Jahren war das noch nicht so. Da wurde erst ab dem Anerkennungsbescheid über das Thema Integration geredet”, so Klute. Es gab keine Kurse für Asylsuchende und keinen Zutritt zum Arbeitsmarkt. “Heute ist es aber selbstverständlich, dass wir vor der Entscheidung über einen Asylantrag mit der Integration beginnen”, betonte der Staatssekretär.

Eine weitere wichtige Veränderung sei die große gesellschaftliche Bewegung, die dauerhaft entstanden sei. So gebe es eine Vielzahl von Ehrenamtlichen, die sich für die Flüchtlinge…

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Nr. 1/2017