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Gesellschaft

Mangelhaftes Problembewusstsein

Münchner Polizeitag legt Fokus auf Kriminalprävention

BS / GIESSEN
von
Marco Feldmann
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Gesellschaft

Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat 2014 allein in Bayern im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent zugenommen. Problematisch ist dabei oftmals vor allem das Agieren reisender Täter und Tätergruppen. Um diesen das Handwerk legen zu können, komme es sowohl auf eine effektive Kooperation verschiedener Behörden und Länder als auch auf eine wirksame Kriminalprävention an, wie auf dem Münchner Polizeitag des Behörden Spiegel deutlich wurde.

So erläuterte etwa der Leiter der Einbruchsabteilung im Bayerischen Landeskriminalamt, Bernhard Egger, das Vorgehen seiner Dienststelle gegen Wohnungseinbruchsdiebstähle. Dabei setze man vor allem auf eine enge Zusammenarbeit mit den österreichischen Behörden sowie den Kollegen in Baden-Württemberg. Zudem habe man seit Oktober letzten Jahres die Analysesoftware “Precobs” zum Einsatz gebracht, berichtete der Beamte. Mit ihrer Hilfe können anhand erfasster Daten früherer Delikte Prognosen darüber entwickelt werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines festgelegten Zeitraums und im Bereich eines bestimmten Gebietes erneut ein Einbruch stattfinden wird. Dabei greift das Analysetool unter anderem auf mathematische Algorithmen zurück und ermöglicht den Sicherheitsbehörden so einen zielorientierteren und effizienteren Einsatz der zur Verfügung stehenden Personal- und Sachressourcen. Zur Vermeidung von und zur Vorbeugung gegen Einbrüche setze man aber nicht nur auf moderne Technik und…

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Nr. 11/2015