Lesezeit 9 Min
Technik

IT-Anwendern eine Stimme geben

Doppelinterview Gaycken / Schallbruch zum neuen Digital Society Institute

BS / KÖPPL
von
R. Uwe Proll
und
Carsten Köppl
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Technik

Mit dem Internet der Dinge, der Industrie 4.0 und der Arbeit 4.0 dringen IT-Produkte immer weiter in Kernbereiche von Wirtschaft und Industrie vor – von der Smart Factory bis zu “embedded IT-Systemen” in Endprodukten. Diese Entwicklung wirft Fragen der Cyber- und IT-Sicherheit und der Regulierung auf, denen sich das Ende 2015 gegründete Digital Society Institute (DSI) widmet. Im Interview erläutern Sandro Gaycken, Direktor des DSI, und Martin Schallbruch, stv. Direktor, welche Arbeitsschwerpunkte das Institut hat und warum IT-Hersteller künftig Produkthaftung für ihre Software übernehmen sollten. Das Interview führten R. Uwe Proll und Carsten Köppl.

Behörden Spiegel: Was ist das Digital Society Institute?

Gaycken: Das Digital Society Institute (DSI) ist ein Forschungsinstitut hier an der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin. Die Gründungsidee ist, eine pragmatische, industrienahe Forschung aufzubauen, mit einem sehr hohen akademischen Niveau, über dem von Think Tanks oder Stiftungen hinaus. Das DSI soll neue Ideen erarbeiten und eine unabhängige, kritische Stimme sein. Dafür haben wir Freiheiten auch in den Gehaltsstufen, um sehr gute Wissenschaftler auch aus dem Ausland abwerben zu können.

Zudem soll das DSI unabhängig von der IT-Industrie sein. Das wurde in den letzten Jahren stark bemängelt, dass bei den IT-, Cyber- oder Datenschutzthemen immer gleich IT-…

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Nr. 6/2016