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Früh zum Forst gekommen

Der Waldbrandschutzbeauftragte Brandenburgs

BS / MARCO FELDMANN
von
Marco Feldmann
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Noch während der Fahrt zur Waldbrandzentrale in Wünsdorf bei Zossen klingelt das Handy. Aus der Zentrale erfährt Raimund Engel, dass im Landkreis Teltow-Fläming ein Waldbrand ausgebrochen ist. Die Flammen lodern auf einem früheren Militärgelände nahe der Stadt Jüterbog. Auf den ehemaligen Übungsplätzen der sowjetischen Streitkräfte (GUS) besteht die Gefahr, dass sich alte, im Boden befindliche Munition entzündet. Deshalb kann die Feuerwehr aus Sicherheitsgründen nicht bis an den Brandherd vorrücken. Der Einsatzleiter der Feuerwehr hat einen Löschpanzer angefordert.

Trotz der angespannten Lage behält der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes Brandenburg die Ruhe. Der diplomierte Forstwirt will zunächst die Lagebilder des Brandes studieren, bevor er weitere Schritte einleitet. Schließlich sei es in seinem Beruf äußerst wichtig, nicht vorschnell zu handeln, betont Engel.

Wenn in den Brandenburger Wäldern keine akute Gefahrenlage vorliegt, kümmert sich der 50-Jährige an seinem Dienstsitz in Potsdam beim Landesbetrieb Forst unter anderem um den vorbeugenden Waldbrandschutz. Dieser beinhaltet Präventionsmaßnahmen zur frühzeitigen Verhinderung von Bränden wie etwa die Erstellung des Waldschutzplans oder die Ausarbeitung von Alarmplänen. Die überwiegende Arbeitszeit widmet er aber seiner Hauptaufgabe als Bereichsleiter für die forstrechtlichen Angelegenheiten im Landesbetrieb Forst.

Starke Gefährdung

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Nr. 11/2015