Lesezeit 9 Min
Verbrechen

Der Erdvermesser

Geodäten beim Bundesnachrichtendienst müssen sehr präzise arbeiten

BS / FELDMANN
von
Marco Feldmann
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Verbrechen

Gute Mathematik- und Physikkenntnisse, ein hervorragendes Verständnis von Optik und ein hohes Maß an Genauigkeit: Diese Fähigkeiten müssen Geodäten mitbringen. Beim Bundesnachrichtendienst (BND) ist das Erfüllen dieses Anforderungsprofils für Vermessungsingenieure, wie die Fachleute auch genannt werden, besonders wichtig. Ansonsten können dessen Geodäten nämlich weder die erforderlichen Koordinaten für die Arbeit der Sicherheitsbehörde präzise bestimmen noch den Globus exakt vermessen.

Deshalb stellt Sebastian R.* auch gleich klar: “Ohne Mathematik ist der Geodät aufgeschmissen!” Gleichzeitig lobt er sein Arbeitsspektrum als “sehr umfangreich”. So erstellten die Mitarbeiter des Geodienstes in Pullach und Berlin nicht nur zahlreiche verschiedene Karten und analysierten Bildaufnahmen, sondern schulten Kollegen auch im Umgang mit Kartenmaterial. Und diese Lehrgänge für jeden BND-Mitarbeiter, der für eine Auslandsverwendung vorgesehen ist, haben es in sich: “Die Schulungen dauern mehrere Stunden”, erklärt der Geodät. Dabei unterweisen seine Kollegen und er die Agenten im korrekten Umgang mit Kartenmaterial, das sich auf mobilen Endgeräten befindet. Das können Laptops, Smartphones, Tablet-Computer oder auch Uhren sein. Was das Selbstverständnis seines Referats in diesem Bereich anbetrifft, hat R. eine eindeutige Meinung: “Innerhalb des Bundesnachrichtendienstes verstehen wir uns als Dienstleister in allen Fragen mit Geodatenbezug.…

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Nr. 9/2016