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Technik

Captain “Cirk” – bitte übernehmen!

Bundeswehr ordnet sich in Cyber-Raum neu

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von
R. Uwe Proll
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Die größte Sicherheitsorganisation der Bundesrepublik Deutschland, die Bundeswehr, stellt sich komplett neu auf, um den Herausforderungen zur Cyber-Sicherheit perspektivisch gerecht zu werden. Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen brachte es bei einem Experten-Workshop Mitte September im Rahmen der Diskussion zum neuen Weißbuch auf drei Punkte: Selbstschutz, Cyber-Abwehrfähigkeit und Kooperation mit anderen Bundesbehörden und der Wirtschaft.

Dahinter stehen signifikante Ressourcen, dies nicht nur personell, sondern auch finanziell: Die Bundeswehr gibt jährlich eine Milliarde Euro für “grüne” (militärische) und “weiße” (zivile) IT aus, 15.000 Mitarbeiter beschäftigen sich mit IT, 320 davon mit Cyber-Abwehr. Die deutschen Streitkräfte sind mit Abstand der größte staatliche Betreiber eigener IT-Infrastrukturen. Für die Cyber-Abwehr Deutschlands ist das neue Kommando ein signifikanter Schritt nach vorne, denn die Bundeswehreigenen Ressourcen bilden den mächtigsten Block innerhalb der Cyber-Sicherheit bei Bund und Ländern insgesamt.

Multiple Herausforderungen

Die Bundeswehr steht dabei vor einer der größten Modernisierungsvorhaben ihrer Geschichte. Neben den Elementen Luft, Wasser und Land gilt nun der Cyber-Raum als neue Dimension militärischer Verteidigung. Die deutschen Streitkräfte stehen dabei vor multiplen He­rausforderungen, denn es gilt nicht nur, die eigene IT-Infrastruktur zu schützen…

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Nr. 10/2015