Lesezeit 5 Min
Gesellschaft

Terrorhelfer wie du und ich.

Stell dir vor, es ist Terrorismus – und keiner schaut hin.

LaVladina / Flickr.com (CC BY)
von
Guido Augustin
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Gesellschaft

BASIC thinking

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Stell dir vor, es ist Terrorismus – und keiner schaut hin. Terrorismus, wie wir ihn in Europa gerade erleben, braucht die öffentliche Aufmerksamkeit und die Multiplikation der Angst durch klassische und soziale Medien. Das klappt schrecklich gut, die Strategen des Terrors machen uns zu willfährigen Terrorhelfern.

Terrorismus ist eine Kommunikationsstrategie. Die Attentäter von Brüssel, Paris und Istanbul zielen nicht auf Brücken, Kraftwerke und militärische Anlagen. Sie attackieren nicht Staatsanwälte, Politiker, Manager, wie zu Zeiten von RAF, ETA und IRA. Sie töten wahllos Menschen im Café, beim Konzert, vor dem Abflug in den Urlaub. Und sie haben nur ein Ziel: Angst machen.

Jeder Mitleids-Post macht uns zum Helfer des Terrors.

Das funktioniert zunehmend leichter, denn kein Anschlag, von dem es nicht Videos aus Überwachungskameras oder Smartphones gibt, dazu unzählige Fotos und Augenzeugenberichte in unterschiedlichen Formaten. Wir teilen millionenfach Informationen, Nicht-Informationen und Falsch-…

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29.03.2016